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Bin ich süchtig? Übersetzung von gemeinschaftsgenehmigter NA-Literatur.
Copyright © 1994, 1999 by |
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Nur Du kannst diese Frage beantworten. Dies ist möglicherweise keine leichte Sache. Während unserer Zeit des Drogennehmens haben wir uns gesagt: „Ich hab’ das schon im Griff.“ Auch wenn das am Anfang zutraf, ist es jetzt nicht der Fall. Die Drogen hatten uns im Griff. Wir brauchten sie zum Leben und wir lebten, um sie zu gebrauchen. Einfach ausgedrückt, süchtig ist eine Person, deren Leben von Drogen beherrscht wird. Vielleicht kannst Du zugeben, daß Du ein Problem mit Drogen hast, aber Du hältst Dich nicht für süchtig. Wir haben alle vorgefaßte Ansichten darüber, was Süchtige sind. Es ist nichts Beschämendes dabei, süchtig zu sein, sobald Du mit positiven Taten beginnst. Wenn Du Dich mit unseren Problemen identifizieren kannst, dann kannst Du Dich vielleicht auch mit unserem Lösungsweg identifizieren. Die folgenden Fragen wurden von genesenden Süchtigen in Narcotics Anonymous aufgeschrieben. Wenn Du Zweifel hast, ob Du süchtig bist oder nicht, nimm Dir einen Augenblick Zeit, um die nachfolgenden Fragen zu lesen und sie, so ehrlich Du kannst, zu beantworten. 1. Nimmst Du jemals alleine Drogen? Ja q Nein q
2.
Hast Du jemals eine Droge durch eine andere ersetzt und dabei
3.
Hast Du jemals einen Arzt manipuliert oder belogen,
4.
Hast Du jemals Drogen gestohlen oder gestohlen,
5.
Nimmst Du regelmäßig eine Droge, wenn Du aufwachst
6.
Hast jemals eine Droge genommen, um die Wirkungen
7.
Vermeidest Du Leute oder Orte, die nicht befürworten,
8.
Hast Du jemals eine Droge genommen, von der Du nicht wußtest,
9.
Hat Deine Arbeit oder Deine Schulleistung jemals unter
10.
Bist Du jemals verhaftet worden, weil Du Drogen 11. Hast Du jemals darüber gelogen, was und wieviel Du nimmst? Ja q Nein q
12.
Gibst Du Deinem Drogenkauf Vorrang vor Deinen
13.
Hast Du jemals versucht aufzuhören oder Deinen
14.
Bist Du jemals wegen Deines Drogengebrauchs im Gefängnis, Krankenhaus
15.
Beeinträchtigt Dein Drogengebrauch Deine Schlaf- und
16.
Versetzt Dich der Gedanke daran, daß Dir die Drogen
17.
Hast Du das Gefühl, daß es unmöglich für Dich ist, 18. Zweifelst Du jemals an Deinem Geisteszustand? Ja q Nein q 19. Macht Dein Drogennehmen Dein Leben zu Hause unglücklich? Ja q Nein q
20.
Hast Du jemals gedacht, ohne Drogen könntest Du nicht
21.
Hast Du Dich jemals wegen deines Drogengebrauchs 22. Denkst Du oft an Drogen? Ja q Nein q 23. Hast Du schon mal irrationale oder unerklärliche Ängste gehabt? Ja q Nein q 24. Hat das Drogennehmen Deine sexuellen Beziehungen beeinflußt? Ja q Nein q
25.
Hast Du jemals Drogen genommen,
26.
Hast Du jemals wegen emotionalem Schmerz oder 27. Hast Du jemals eine Überdosis Drogen genommen? Ja q Nein q
28.
Machst Du mit dem Drogennehmen weiter, 29. Glaubst Du, daß Du möglicherweise ein Drogenproblem hast? Ja q Nein q „Bin ich süchtig?“ – dies ist eine Frage, die nur Du beantworten kannst. Wir fanden heraus, daß wir alle eine unterschiedliche Anzahl dieser Fragen mit „Ja“ beantwortet haben. Die tatsächliche Anzahl der Ja-Antworten war nicht so wichtig wie unser inneres Gefühl und wie die Sucht sich auf unser Leben ausgewirkt hatte. Manche dieser Fragen erwähnen Drogen nicht einmal. Der Grund ist, daß Sucht eine heimtückische Krankheit ist, die alle Bereiche unseres Lebens erfaßt – sogar diejenigen Bereiche, die auf den ersten Blick wenig mit Drogen zu tun haben. Die verschiedenen Drogen, die wir nahmen, waren nicht so wichtig, eher, warum wir sie nahmen, und was sie uns antaten. Als wir diese Fragen zuerst lasen, war es furchterregend für uns zu erwägen, daß wir Süchtige sein könnten. Manche von uns versuchten, diese Gedanken zu verdrängen, indem sie sagten: „Ach, diese Fragen ergeben keinen Sinn.“ oder „Ich bin anders. Ich weiß, daß ich Drogen nehme, aber ich bin nicht süchtig. Ich habe echte Probleme im Gefühlsleben/mit der Familie/auf der Arbeit.“ oder „Ich habe nur gerade eine schwere Zeit, alles in den Griff zu bekommen.“ oder „Ich werde schon aufhören können, wenn ich erst den richtigen Menschen finde/den richtigen Job bekomme, usw.!“ Wenn Du süchtig bist, mußt Du erst einmal zugeben, daß Du ein Problem mit Drogen hast, bevor irgendein Fortschritt in Richtung Genesung gemacht werden kann. Wenn Du diese Fragen ehrlich angehst, können sie helfen, Dir vor Augen zu führen, wie infolge Deines Drogennehmens, Dein Leben nicht mehr zu meistern ist. Sucht ist eine Krankheit, die, ohne Genesung, im Gefängnis, in der Anstalt oder im Tod endet. Viele von uns sind zu Narcotics Anonymous gekommen, weil Drogen aufgehört hatten, für uns zu tun, was sie für uns hätten tun müssen. Sucht nimmt uns unseren Stolz, unser Selbstvertrauen, die Familie, geliebte Menschen und sogar den Wunsch zu leben. Du brauchst nicht so weit zu kommen, falls Du diesen Punkt in Deiner Sucht noch nicht erreicht hast. Wir fanden heraus, daß unsere eigene, persönliche Hölle in uns selbst war. Wenn Du Hilfe willst, kannst Du sie in der Gemeinschaft von Narcotics Anonymous finden. „Wir waren auf der Suche nach einer Antwort und fanden Narcotics Anonymous. Wir kamen geschlagen zu unserem ersten NA Meeting und wußten nicht, was uns erwarten würde. Nachdem wir in einem oder mehreren Meetings gesessen hatten, fingen wir an zu spüren, daß die Leute Anteil nahmen und bereit waren zu helfen. Obwohl unser Kopf sagte, daß wir es niemals schaffen würden, gaben uns die Leute in der Gemeinschaft Hoffnung, indem sie darauf beharrten, daß wir genesen konnten. Wir erkannten, was auch immer wir in der Vergangenheit gedacht und getan hatten, es gibt andere, die genauso gefühlt und gehandelt hatten. Umgeben von anderen Süchtigen stellten wir fest, daß wir nicht mehr allein waren. Genesung ist das, was in unseren Meetings geschieht. Unser Leben steht auf dem Spiel. Wir fanden heraus, daß das Programm funktioniert, wenn wir Genesung an die erste Stelle setzen. Wir wurden mit drei beunruhigenden Erkenntnissen konfrontiert: 1. Wir sind unserer Sucht gegenüber machtlos und können unser Leben nicht meistern; 2. Obwohl wir für unsere Krankheit nicht verantwortlich sind, sind wir verantwortlich für unsere Genesung; 3. Wir können Menschen, Orten oder Dingen nicht länger die Schuld für unsere Sucht geben. Wir müssen uns unseren Problemen und Gefühlen stellen. Das entscheidende Hilfsmittel für die Genesung sind die genesenden Süchtigen.“1
1 aus „Warum sind wir hier?“ Buch Eins, Narcotics Anonymous, 1993, Van Nuys, CA: Narcotics Anonymous World Services, Inc. tc ""
Zwölf Schritte und Zwölf Traditionen mit Änderung nachgedruckt mit freundlicher Genehmigung von AA World Services, Inc. |
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